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Das Institut hat die Aufgabe, die Kirchen-
und Kulturgeschichte Mittel- und Ostdeutschlands sowie jener Gebiete
Ostmitteleuropas, in denen deutsche kirchliche und kulturelle Einflüsse
nachweisbar sind, zu erforschen und darzustellen. Insbesondere werden
der historische Beitrag des Christentums und der katholischen Kirche
untersucht, der sowohl das Erscheinungsbild der deutschen Siedlungsgebiete
Ostmitteleuropas als auch die Geschichte der Vertriebenen nach 1945
und deren Integration mitprägte.
Paragraph 96 des Bundesvertriebenen- und Flüchtlings-Gesetzes
von 1983 schreibt die Sicherung, Ergänzung und Auswertung des
Kulturgutes derjenigen Landschaften vor, die von den Deutschen am
Ende und nach dem Zweiten Weltkrieg geräumt wurden; ferner
beabsichtigt dieser Paragraph, die Kulturleistungen dieser Gebiete
und ihrer ehemaligen Bewohner in ihrer Weiterentwicklung zu pflegen.
In diesem Sinne erfüllt das Institut seine Aufgabe unter besonderer
Berücksichtigung des kirchlichen Faktors.
Seit der politischen Wende 1989 in Europa ist das Institut für
ostdeutsche Kirchen- und Kulturgeschichte - mehr noch als zuvor
- gesuchter Ansprech- und Kooperationspartner für die Kirchengeschichts-
und Geschichtsforschung unserer östlichen Nachbarländer,
etwa Polens und Tschechiens. Der wissenschaftliche Austausch wird
über Tagungen und Publikationsorgane des Instituts gefördert.
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